Lauras Tagebuch — 2/2005
Woche 7
7.- 13. 2. 2005
7.- 13. 2. 2005
Diese Woche ist ziemlich aufregend, weil das meine Geburtstagswoche ist! Aber alles der Reihe nach: Montag ist „Rosenmontag“ und ich bin bei Alexander zum Faschingsfest eingeladen! Ich darf mich wieder als Kasperl verkleiden, Rosi-Oma schminkt mich und ich gehe mit ihr zur Party. Dort sind auch andere Kinder. Ich fühle mich wohl und freu mich, als Mama dazukommt. Wir spielen, malen und toben herum, essen Faschingskrapfen, und zum Abendessen gibt es Würsterl mit Pommes und blauem! Ketchup. Dann gibt es noch allerlei Geschenke, drunter ein Märchenbuch, ein Schweinchen, das spielen kann und ein Malblatt. Erschöpft, aber zufrieden komme ich nach Hause. Erich ist die ganze Woche bei uns im home-Büro, weil er einen Video-Film schneidet (ich glaube, es ist ein Film über mich!).
Ab Mittwoch ist Mama viel unterwegs, sie darf die Siegerkandidaten der Wahl zum Lieblingsbauern bewerten. Genau am ersten Tag, an dem Rosi-Oma mich abholen soll, wird diese krank. Zum Glück hat Margit Ferien und springt spontan ein – das ist für mich natürlich toll!
Donnerstag ist mein 3. Geburtstag! Mama hat schon in der Früh ein Packerl für mich parat, da ist eine Holzeisenbahn drin, die mir sehr gut gefällt. Margit kommt dann auch gleich, um mich wieder abzuholen und bringt mir 2 Packerl (eine Riesenschachtel Legos und eine Platte!). Zu Mittag sind auch Erich und Dani bei Margit zu meinem Geburtstagsessen eingeladen. Rosi-Oma hat eine eigene, kleine Punschtorte für mich gemacht, mit 3 Kerzen drauf und Margit hat den Tisch schön gedeckt und mit Luftballons geschmückt. Ich werde besungen und alle gratulieren mir. Dann stürzen wir uns auf mein „Geburtstagsschnitzerl“. Nachmittag bringt mich Margit zu Jetti-Oma und ich will gar nicht nach Hause, als mich Papa Abends abholt. Aber zu Hause warten schon wieder Pakerl auf mich…..
Freitag bin ich noch ganz im Geburtstagstaumel und Samstags dann kommen sogar Gäste! Vormittag bereiten wir alles vor, Nachmittag kommen meine Cousinen und die Erwachsenen, Helga (Walter ist leider krank), Margit, beide Omas, Alexander mit seinen Eltern. Ich wünsche mir ein Kasperltheater und das wird für mich auch gespielt, aber mir ist der Rabe nicht ganz geheuer und so muss ich nach Mama rufen. Schließlich wird alles gut und ich bekomme auch vom Kasperl ein Geschenk! (ein Buch vom kleinen Rabe Socke). Schnauf, das ist alles aufregend!
Am Abend fahren wir dann auch noch zu Isabellas Geburtstag. Annabell (mit neuer Garderobe) darf mit, beim Nachhausefahren fällt sie aus dem Puppenwagen in eine Gatschlacke!
Sonntag muss Papa arbeiten und Mama und ich machen es uns zu Hause gemütlich, spielen, lesen und schauen einen Film. Alles in allem eine intensive Woche!
Der Schnee ist weg und Sonntag ist es sogar etwas wärmer!
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Woche 9
21.2. - 27.2.2005
21.2. - 27.2.2005
Diese Woche ist aufregend, weil bei Rosi-Oma eine ziemlich große Innenrenovierung angesagt ist. Der Maler (Adi) kommt fast jeden Tag und spachtelt und malt. In der Küche hat Wolfi die dunkle Holzdecke heruntergegeben und da muss Adi ziemlich viel ausbessern. Auch die Heizkörper werden frisch gestrichen. Zuerst kommen Küche und Wohnzimmer dran. Alle Möbel sind in anderen Zimmer „eingestellt“ und so kann man sich im Haus fast nicht bewegen. Dadurch kommt Rosi-Oma jeden Tag zu mir und bleibt bei mir. So kann ich ihr wieder alles bei mir zu Hause zeigen und sie spielt mit mir.
Sehr gerne hüpfe ich mit der Hüpf-Schnecke im Wohnzimmer herum, aber auch die „Banane“ habe ich in mein Herz geschlossen. Damit kann ich schaukeln, klettern oder einfach darauf sitzen. Ich kann sie in alle möglichen Richtungen drehen, wenn sie aufgestellt ist, kann ich von ihr runterutschen.
Am Freitag ist Mama wieder beim Arzt, der das Baby untersucht. Es ist alles in Ordnung. Mamas Bauch wächst immer mehr – ich kümmere mich aber auch ganz viel um mein neues Geschwisterchen, rede mit ihm und streichle den Bauch.
Am Sonntag ist alles etwas durcheinander: Ich wache schon um 4.00 Uhr früh auf und kann beim besten Willen nicht mehr einschlafen gehe ich mit meinen Eltern in die Kirche, weil Familienmesse ist. Ich schlafe aber dort schnell ein. Das ist schade, weil es auch mein neues Lieblingslied gibt: „Eines Tages kam einer…“. Nach der Messe werde ich wieder wach. Dann gehe ich mit Mama und Papa aufs Gemeindeamt. Dort geben beide ihre Stimme für die „Bauernkammer-Wahl“ ab. Zu Hause schlafe ich dann aber wieder ein. Zu Mittag sind wir bei „den Zinsbergers“ zum Essen eingeladen. Ich taumle schlaftrunken mit, nach einer Anlaufzeit lasse ich mir alles gut schmecken und fühle mich sehr wohl. Auch, weil Manuela und Sandra mit mir spielen.
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Woche 8
14.2.-20.2.2005
14.2.-20.2.2005
Montag ist Rosi-Oma wieder gesund und ich schlafe mich auch so richtig gut aus (bis 8.30 Uhr). Als ich aufwache, ich Mama schon unterwegs, ich packe dann auch meine Sachen und fahre mit Rosi-Oma mit. Leider bahnt sich ein Schnupfen an und daher bin ich am Nachmittag schon ungeduldig und kann es kaum erwarten, dass mich Mama abholt. Am Abend frage ich meine Eltern, ob Erdnüsse in der Erde wachsen! Beide schauen etwas verdutzt, meinen aber, dass Erdnüsse auf einem Strauch wachsen. Nun, das werde ich bei Gelegenheit einmal überprüfen!
Am Dienstag bin ich eine richtige Schnupfennase und verwende sehr viele Stofftaschentücher („an meine Nase lasse ich nur Mama und ein Stofftaschentuch“). Vormittag helfe ich wieder beim Glasieren der Punschkrapferl. Nachmittag kommt Hanni Kopecek zu Besuch und bringt mir ein Geburtstagsgeschenk: ein kleines Tascherl mit (wie passend!) 2 Packerl Taschentücher und ein Malbuch „Malen und Kleben“. Ich stürze mich gleich drüber und male und klebe. Dann fahren Mama und ich zur Kinderärztin – Mutter-Kind-Pass Untersuchung machen lassen. Ich bin schon 95 cm groß! Und wiege 16 Kilo. Die Ärztin schaut mir auch in die Ohren und Mund, bewundert meine Zähne und hört mich ab. Dann misst sie meinen Blutdruck (das erlebe ich zum ersten Mal). Es fühl sich an, wie wenn ein Schwimmflügerl aufgeblasen werden würde. Jedenfalls bin ich – bis auf den Schnupfen – gesund und alle sind zufrieden.
In der Nacht auf Mittwoch schneit es wieder heftig und es ist ein richtig pickiger Schnee, der optimal zum Schneemannbauen ist! In der Früh helfe ich Mama mein Freischaufeln des Weges, dann fahren wir zu Oma und dort tolle ich auch im vielen Schnee herum. Zu Mittag kommt meine Hausfrisörin Jasmina mit Samra und ich bekomme einen hübschen Haarschnitt. Ich benehme mich wir eine große! Nachmittag kommt dann Christine Schinner zu Oma und bringt mir einen Puppen-Picknick-Korb mit Porzellangeschirr. Da sind Bärenmotive drauf und ich bin davon begeistert. Rosi Oma ist mir ein bisschen neidisch, glaub ich, weil sie immer wieder das Geschirr anschauen möchte! Dann mach ich mit Mama eine Polsterschlacht im Wohnzimmer.
Zu Hause kommt uns dann Erich besuchen, er will auch einen Haarschnitt und ich assistiere Mama mit Kamm und Schere. Am Abend koche ich mit Mama einen Vanillepudding und wir pressen Mandarinen aus, um einen guten Saft z bekommen. Im Bettchen liest mir Mama 2x das neue Bienen – Buch vor, das ich von Evi bekommen habe und sehr gerne mag.
Donnerstag früh ziehe ich mir (so gut es geht) den Pyjama selbst aus und wähle eine lila Unterhose (bin ja schließlich schon groß!). Nach dem Frühstück fahre ich mit Rosi-Oma zum Kandler– unser Kühlschrank ist ziemlich leer –ich kümmere mich um den Einkauf!
Das Baby in Mamas Bauch wird immer größer. Jetzt ist es schon 28 Wochen alt (Ende 7. Monat). Es kann schon hören, sagt Mama und so spreche ich immer wieder mit ihm. Wenn es ein Bub wird, soll er Jakob heißen, ein Mädchen werden wir es Lisa nennen; darüber sind wir uns jetzt einmal einig. Ich bereite schon allerlei für die Ankunft meines Geschwisterchens vor und freue mich, bald eine große Schwester sein zu können.
Am Samstag sind wir zur Geburtstagsparty bei Auer Regina, der Tierärztin, eingeladen. Wir treffen dort auch Sandra und Manuela.
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